Bikepacking Berlin: Zwei Nächte, 200 km und unvergessliche Momente
Manchmal sind es die spontanen Touren, die sich für immer ins Gedächtnis brennen. So war es auch auf meinem Bikepacking-Trip mit Freunden rund um Berlin: zwei Nächte, knapp 200 km durch den Nordosten der Hauptstadtregion – Natur, Seen und unvergessliche Erlebnisse.
Start mit Hindernissen: Bahnchaos inklusive
Der Tag begann schon stressig. Die Bahn hatte wieder mal Verspätung, Zugausfälle inklusive. Ich bin wie wild durch den Berliner Hauptbahnhof gerannt, um pünktlich zum Startpunkt zu kommen. Gerade noch rechtzeitig schaffe ich es, mein Rose Blend (mein altes Gravel-Bike) aufs Gleis zu wuchten, und dann ging es los. Direkt beim ersten Pedaltritt merkt man, dass das hier kein normaler Feierabendride wird.
Nordöstliche Schönheit: Seen, Wald und Gravel-Pfade
Unsere Strecke führte uns durch Wald, Felder und an ein paar Seen vorbei. Es waren keine spektakulären Aussichtspunkte oder Postkartenmotive – einfach echte Wege, auf denen man gern fährt. Gravelabschnitte, Waldwege und ab und zu etwas Schotter zwischendurch… genau das, was man für eine richtig gute Bikepacking-Tour braucht!
Wir hielten zwischendurch kurz an, um etwas zu trinken, die eine zu Rauchen oder einfach durchzuatmen. Mein Rose hat sich auf der Strecke super geschlagen, vor allem auf den etwas ruppigeren Passagen. Ich hatte es in der Road-Version gekauft, aber der Einsatz im Gravel hat doch ganz solide funktioniert.
Übernachten mitten in der Natur: Overnight
Abends bauten wir die Zelte auf. Kein Luxus, kein Schnickschnack – einfach ein Platz im Grünen, kurz hinter dem Waldstück. Wasser hatten wir aus dem See geholt, das Essen war schlicht, aber funktional. Diese Nächte sind die Momente, an die man sich erinnert, nicht wegen der perfekten Aussicht, sondern weil alles funktioniert: Zelt steht, Rad abgestellt, wir sitzen zusammen, planen den nächsten Tag.
Rückfahrt und Fazit: Erinnerungen für die Ewigkeit
Die Rückfahrt am dritten Tag führte uns wieder in die nördlichen Vororte Berlins. Keine großen Highlights, eher noch ein paar versteckte Wege und kleine Dörfer, die wir so nie gesehen hätten. Am Ende waren es nicht die 200 km oder das gute Wetter, die die Tour besonders gemacht haben, sondern dass wir einfach unterwegs waren, das Bike funktionierte und alles so unkompliziert lief, wie es nur beim Bikepacking geht.
Wer Berlin und Umgebung vom Rad aus erkunden will: Plant genug Zeit ein, nehmt die Overnighter mit und lasst euch nicht hetzen. Man entdeckt die Region am besten auf den kleinen Wegen abseits der Straßen.
Impressionen des Bikepacking-Adventures




