Erfahrungsbericht: Magicshine Hori 1300 – Flexibles Lichtwunder für Gravel und Bikepacking
Wer viel mit dem Gravel- oder Packesel unterwegs ist, landet früher oder später beim Thema Beleuchtung. Die Anforderungen sind meist hoch: Es muss hell sein, lange durchhalten und sich unkompliziert an verschiedenen Taschen-Setups montieren lassen. Ich habe mir die Magicshine Hori 1300 für mein Gravel Bike genauer angeschaut. Hier erfahrt ihr, was das kompakte Teil im Gelände und im Alltag wirklich kann.
Auspacken & Erster Eindruck
Die Lampe kommt in einem wertigen Aluminiumgehäuse daher und wiegt gerade einmal 151 g. Was beim Auspacken sofort auffällt, ist das umfangreiche Zubehör, das Magicshine standardmäßig mitliefert:
- Halterung: Ein kombinierter Mount für Garmin-Navis mit integriertem GoPro-Adapter auf der Unterseite.
- Fernbedienung: Ein kabelloser Funk-Taster für den Lenker, um Fern- und Abblendlicht direkt am Griff zu steuern.
- Kleinteile: Verschiedene Gummieinlagen für unterschiedliche Lenkerdurchmesser, USB-C Ladekabel sowie Inbus- und Torx-Schlüssel.


Montage: Überkopf oder stehend?
Ein großer Pluspunkt der Hori 1300 ist die Flexibilität bei der Befestigung. Dank des GoPro-Adapters lässt sich die Lampe wahlweise stehend auf dem Lenker oder hängend (überkopf) unter einem Radcomputer montieren.
Das Besondere: Die Adapterplatte an der Lampe selbst lässt sich mit zwei Handgriffen abschrauben und umdrehen. So ist sichergestellt, dass das Lichtbild auch bei Überkopf-Montage korrekt ausgerichtet ist und nicht den Gegenverkehr blendet.
Lichtleistung und technische Daten
Die Lampe bietet eine maximale Helligkeit von 1300 Lumen. Das Lichtbild ist an den Rändern scharf abgegrenzt und erreicht im Fernlicht-Modus eine Reichweite von bis zu 205 Metern! Weitere Infos:
- Akku: Interner Akku mit 3200 mAh.
- Laufzeit: Laut Hersteller bis zu 9 Stunden im schwächsten Modus.
- Laden: Der Akku ist via USB-C in etwa 2 Stunden wieder voll aufgeladen.
- Wasserdichtigkeit: Zertifiziert nach IPX6, also resistent gegen starken Regen.
- Individuelle Steuerung: Über eine App lassen sich die Leuchtstufen bei Bedarf noch feiner auf die eigenen Bedürfnisse anpassen.
Der Praxistipp: Betrieb per Powerbank
Für längere Touren gibt es ein Feature, das in der offiziellen Anleitung kaum Erwähnung findet: Der USB-Bypass-Modus. In meinem Test konnte die Lampe im komplett leeren Zustand direkt an eine Powerbank angeschlossen und sofort weiterbetrieben werden. Die Powerbank fungiert hierbei als externe Akku-Erweiterung. Das ist besonders praktisch für Bikepacker, die ohnehin eine Powerbank für Handy oder Navi dabei haben und so die Leuchtdauer der Lampe massiv steigern können.
Kritikpunkte
Wo Licht ist, ist auch Schatten:
- Halterung: Die mitgelieferte Kunststoffhalterung wirkt etwas flexibel. Hier könnte für dauerhafte Offroad-Einsätze ein Upgrade auf eine stabilere Aluminium-Halterung sinnvoll sein.
- Zulassung: Die Lampe besitzt keine StVZO-Zulassung und ist daher primär für den Einsatz abseits befestigter Straßen gedacht.
- Verfügbarkeit: In Deutschland ist sie oft nur über den Direktvertrieb von Magicshine oder über ausländische Marktplätze wie Amazon UK zu beziehen.
Mein Fazit
Mit einem Preis von ca. 70€ bietet die Magicshine Hori 1300 ein starkes Paket für Gravel-Fahrer und Bikepacker. Sie ist klein, leicht und durch den USB-Bypass extrem ausdauernd. Wer eine preiswerte Alternative zu den etablierten High-End-Systemen sucht und die Lampe ohnehin meist im Gelände nutzt, bekommt hier viel Technik für sein Geld. Ich habe die Magicshine Hori 1300 damals günstig bei bikeable.de ergattert (62€ ohne Versand). Hier gehts zum Shop.
