Leidenschaft: Fahrrad. Wie aus einem Hobby mein Lebensgefühl wurde
Wenn ich heute auf meine Fahrrad Leidenschaft zurückblicke, dann begann sie nicht mit einem bestimmten Modell oder einer besonderen Tour. Sie begann mit dem Wunsch, Dinge zu verändern. Ich habe früh angefangen, Räder nicht nur zu fahren, sondern umzubauen. Ein anderer Lenker hier, andere Reifen dort. Man probiert aus, liest sich ein, bestellt Teile, wartet auf Pakete. Dann wird geschraubt. Manchmal funktioniert es sofort. Manchmal merkt man nach der ersten Fahrt, dass die Idee in der Theorie besser war als auf der Straße.
Über die Jahre kamen viele Fahrräder zusammen. Vom Swing-Bike, das eher ein Spaßprojekt war, bis hin zum Rennrad, bei dem plötzlich Aerodynamik und Gewicht eine Rolle spielten. Dazwischen lagen Alltagsräder, Umbauten und spontane Käufe, die sich im Nachhinein als gute oder weniger gute Entscheidungen herausstellten. Aber jedes Rad hatte seinen Moment…
Wenn aus Interesse echte Fahrrad Leidenschaft wird
Irgendwann merkt man, dass es nicht mehr nur ein Hobby ist. Man beschäftigt sich abends mit Geometrien. Man vergleicht Komponenten. Man überlegt, welches Setup besser zu den eigenen Strecken passt. Diese Begeisterung fürs Radfahren entwickelt sich schleichend. Es ist nicht der eine große Moment. Es ist die Summe aus vielen kleinen.
Ich habe Fahrräder aufgebaut und wieder verkauft. Nicht, weil sie schlecht waren. Sondern weil sich mein Anspruch verändert hat. Mein Fahrstil wurde anders. Meine Strecken länger. Mein Blick auf das, was ich vom Rad erwarte, klarer. Die Leifenschaft fürs Fahrrad bedeutet für mich auch, zu akzeptieren, dass nicht jedes Projekt für immer bleibt.
Der Schritt vom Fahren zum Unterwegssein
Mit der Zeit reichte mir die klassische Runde am Nachmittag nicht mehr. Ich wollte nicht nur fahren, sondern unterwegs sein. Das war der Punkt, an dem Bikepacking für mich interessant wurde. Plötzlich ging es nicht mehr nur um das Fahrrad selbst, sondern um das Gesamtkonzept. Taschen mussten sinnvoll verteilt sein. Das Licht musste zuverlässig funktionieren. Ein Zelt musste leicht sein, aber trotzdem Schutz bieten. Ich habe ausprobiert, optimiert und wieder verändert. Manche Lösungen haben sich bewährt. Andere sind nach einer Tour wieder verschwunden.
Gerade auf längeren Strecken merkt man, wie wichtig durchdachte Planung ist. Wenn alles seinen Platz hat und das Rad ausgewogen bleibt, fährt es sich entspannter. Wenn abends das Zelt steht und man merkt, dass nichts fehlt, fühlt sich das anders an als eine normale Ausfahrt. In diesen Momenten bekommt die Fahrrad-Leidenschaft eine neue Tiefe!
Meine Projekte und Fahrräder
Über die Jahre sind einige Fahrräder gekommen und gegangen. Manche waren reine Experimente. Andere treue Begleiter über viele Kilometer. Einige habe ich komplett neu aufgebaut, andere Schritt für Schritt umgerüstet. Jedes Projekt hatte seine eigene Idee dahinter. Da war das Swing-Bike, das einfach Spaß machen sollte. Das Rennrad, bei dem ich Gewicht und Effizienz in den Fokus gestellt habe (Trek Emonda). Gravel-Setups, die immer wieder angepasst wurden. Alltagsräder, die funktional sein mussten. Und natürlich die Bikes, die mich schließlich zum Bikepacking gebracht haben.
Nicht jedes Projekt war perfekt. Manche Umbauten würde ich heute anders angehen. Aber genau das gehört zu meiner Fahrrad Leidenschaft dazu. Schrauben, testen, lernen, weiterentwickeln.
Unten findest du eine Übersicht meiner bisherigen Fahrräder und Projekte. Jedes einzelne erzählt ein kleines Stück dieser Reise. Von den ersten Umbauten bis zu den aktuellen Setups, die ich heute auf Tour fahre. Vielleicht inspiriert dich das eine oder andere Projekt für dein eigenes Rad. Vielleicht erkennst du dich auch in der Entwicklung wieder:
Fahrräder und Projekte













Mein Fazit: Einfach anfangen!
Wenn ich eines über die Jahre gelernt habe, dann das: Man muss kein Experte sein, um anzufangen!
Meine Fahrrad Leidenschaft ist nicht entstanden, weil ich alles wusste. Sie ist entstanden, weil ich neugierig war. Weil ich Dinge ausprobiert habe. Weil ich Fehler gemacht habe. Weil ich geschraubt, umgebaut und wieder verworfen habe. Genau dadurch entsteht Verständnis. Für Technik. Für Geometrie. Für Komponenten. Für das, was ein Fahrrad wirklich ausmacht.
Wer sich für Fahrräder interessiert, sollte nicht warten, bis das perfekte Rad vor der Tür steht. Fang mit dem an, was du hast. Tausche einen Lenker. Probier andere Reifen. Beschäftige dich mit Übersetzungen. Lies dich ein. Stell Fragen. Bau etwas um. Man wächst mit jedem Projekt. Und vielleicht merkst du irgendwann, dass aus einem kleinen Umbau echte Fahrrad Leidenschaft geworden ist. Eine Begeisterung, die weit über das reine Fahren hinausgeht.
Der Einstieg ist einfacher, als man denkt.
Man muss nur anfangen.
